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Topaz und die sterbende Sonne

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Leseprobe:
Tulsa betrat den Frachtraum, um sich seine Ausbeute zu betrachten. Zufrieden grinsend blickte er auf die am Boden liegenden Gestalten. »Sehr schön, damit werden sie ja wohl hoffentlich zufrieden sein!«, dachte der Handori. Es war sehr mühsam und zeitaufwändig, den Ansprüchen der Chorvas gerecht zu werden. Dafür zahlten sie eindeutig zu wenig. Auch wenn Tulsa es mittlerweile geschafft hatte, den Zwischenhändler auszuschalten, blieb dennoch kein nennenswerter Betrag bei ihm hängen. Schließlich mussten davon auch noch die Erudianer entlohnt werden und diese Leute waren nicht gerade genügsam. Er würde die heutige Fracht noch auf Panschu abliefern und sich dann nach anderen Geschäften umschauen. Tulsas Blick blieb an den Crewmitgliedern der Pioneer hängen und seine Gedanken schweiften für einen Augenblick in die Vergangenheit. Er konnte sich lebhaft vorstellen, was los wäre, würde sein alter Partner noch leben.

Unter halbgeschlossenen Augenlidern beobachtete Ko’Shasi den Handori und fragte sich gleichzeitig, was das alles sollte. Aber so schnell würde er wohl keine Antwort bekommen, zumal er zurzeit auch nicht in der Verfassung war, gegen irgendjemanden vorzugehen. Ein unkontrolliertes Zucken seiner Glieder, das Ko’Shasi leider nicht verhindern konnte, verriet Tulsa, dass der Arzt erwacht war. Der Handori zögerte nicht lange und verließ eilig den Frachtraum. Von irgendwoher vernahm Ko‘Shasi ein leises Zischen, dann wurde ihm schwarz vor Augen und er versank erneut in Bewusstlosigkeit.

Wieder erwachte der Arzt mit brummendem Schädel und blieb deshalb erst einmal mit geschlossenen Augen liegen. Wie lange er so dalag, konnte Ko’Shasi nicht sagen. Er hatte jegliches Zeitgefühl verloren. Allerdings hörte er keinerlei Schiffsgeräusche mehr. Zu seiner Rechten vernahm er ein Stöhnen, was ihn dazu veranlasste, nun doch die Augen zu öffnen und ganz behutsam den Kopf in diese Richtung zu drehen. Qam erwachte gerade und verspürte die gleichen unangenehmen Symptome wie der Doktor. „Bleiben Sie ruhig liegen“, nuschelte der Arzt sehr leise, aber Qam hatte es dennoch gehört und folgte diesem Ratschlag. Allmählich erwachten alle Entführten und nachdem auch beim Letzten die Nachwirkungen des Betäubungsmittels abgeklungen waren, versuchten sie zunächst, sich einen Reim auf die Geschehnisse zu machen.

Doch noch bevor sie irgendetwas unternehmen konnten, ertönte von oben eine Stimme: „Hört mir zu!“ Alle reckten die Köpfe empor und erblickten auf einem Felsvorsprung eine schemenhafte Gestalt. „Ihr seid jetzt soweit, diese Höhle zu verlassen und bekommt einen Vorsprung von einem Tag. Seid klug und nutzt eure Chance. Möge die Jagd beginnen!“ So abrupt wie sie aufgetaucht war, verschwand die Gestalt auch wieder.














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